Recht

 

Acht / Bann

 


zurück zu den Staufern
 
zurück zu Rudolf I.

 

Fehderecht

Fehde = Feindschaft, Rache, Streit zwischen zwei Freien oder deren Sippen in germanischer Zeit und im Mittelalter; Fehderecht = Selbsthilfe, Faustrecht bei Versagen der öffentlichen Rechtsinstitutionen oder bei Fehlen einer richtenden Königsgewalt (so z. Bs. während des Interregnums im deutschen Reich 1254-73).
Anders als beim reinen Blutrecht unterstand das Fehderecht (wenn gleich dies nicht immer beachtet wurde) ritterlicherlichen Verhaltensformeln, wobei die Fehde dem Gegner durch Fehdebrief angekündigt werden musste; das symbolische Werfen des Fehdehandschuhs bedeutete die Aufforderung zum Zweikampf.
Fehden waren nicht nur zwischen dem Landadel üblich sondern auch unter Bauern und zwischen Stadt und Adel. Trotz ständiger Versuche der Kirche und des Staates, das Fehderecht einzudämmen und des allgemeinen Fehdeverbots durch den ewigen Landfrieden 1495 blieben Fehden noch bis in die frühe Neuzeit hinein üblich.


Geblütsrecht

Geburtsrecht. Recht der nächsten Angehörigen eines Herrschers (in erster Linie seines Sohnes) auf dessen Nachfolge und Erbe, wobei dieser das Recht hat noch zu Lebzeiten des Vorgängers zur Sicherung der Nachfolge gewählt zu werden.
Das Geblütsrecht begründet sich in alten magischen Vorstellungen vom Königsheil, welches mit einer regierenden Dynastie in Zusammenhang gebracht wurde. Im deutschen Reich verlor es im Mittelalter zunehmend Gewicht gegen das Wahlrecht, bei dem die Fürsten nach freiem Willen einen Kandidaten aus ihrer Mitte zum König wählen konnten. Obwohl das Gelütsrecht dabei noch bis zu einem gewissen Grade berücksichtigt wurde, konnte es sich nicht wie in anderen europäischen Staaten (z. Bs. Frankreich) zum Erbrecht steigern, wobei das dynastische Prinzip vorrangig die rechtmäßige Nachfolge bestimmte.


zurück zu den Saliern

 

Raubritterwesen

 


zurück zum Interregnum

 

Regalien

 


zurück zu den Staufern
 
zurück zum Interregnum

 

Reichsfrieden / Landfrieden

"Vom 11. Jh. bis 1806 im Deutsche Reich Bezeichnung für diejenigen Gesetze, die dem Schutz des öffentlichen Friedens durch Verbot oder Einschränkung der Fehden sowie anderer gewaltsamer Selbsthilfen dienten (constitutiones pacis)." (Wörterbuch Geschichte)
Dabei wurden Fehden entweder völlig verboten oder unter bestimmte Bedingungen gestellt; bei Verstößen drohten Leibes- oder gar Todesstrafen. Unter besonderem Schutz standen dabei bestimmte Personengruppen - Geistliche, Frauen, reisende Kaufleute, Bauern, Jäger, Fischer - sowie bestimmte Gegenstände - Kirchen, Wohnhäuser, Mühlen, Ackergerät, Königsstraßen.
Landfrieden waren immer auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt und wurden durch besondere Landfriedensgerichte überwacht. Landfrieden wurden anfangs nur über einzelne Landschaften verkündet; der erste Reichsfrieden wurde 1103 durch Heinrich IV. erlassen. 1495 verkündete Kaiser Maximilian I. auf dem Wormser Reichstag einen ewigen Landfrieden, der das vordem herrschende Fehderecht endgültig beseitigte.


zurück zu den Saliern

 

zurück zu den Saliern

 

Reichsgesetze

Allgemein verbindliche Gesetze, die durch Adel und König / Kaiser auf den Reichsversammlungen erlassen wurden. Unter Karl dem Großen eingeführt.

zurück zu Franken

 

Reichskrieg

 

zurück zu Rudolf I.

 

Reichsversammlung / Reichstag

Bis 1806 Ständeversammlung, die sich zunächst nur aus den deutschen Fürsten zusammensetzte, dann später auf andere Stände ausgeweitet wurde. Die Reichsversammlung wurde vom König einberufen und befasste sich allgemein mit Fragen von Reichskrieg, der Erlassung von Reichssteuern und Reichsgesetzen sowie der Erhebung von Personen in den Reichsfürstenstand. Die gefassten Beschlüsse wurden bis 1654 in einem sogenannten "Reichsabschied" zusammengefasst und öffentlich verkündet.
Seit dem 12. Jh. entwickelte sich der Reichstag zunehmend zu einer verfassungsmäßigen Rechtsinstitution, welche die Macht des Königs einschränkte. Zur Teilnahme wurden immer mehr Stände zugelassen: zu den Reichsfürsten kamen Grafen und freie Herren hinzu; seit dem 13. Jh. waren - erst bei besonderen Anlässen, seit 1498 ständig - Reichs- und Bischofsstände anwesend, welche dann 1648 (Westfälischer Frieden) als gleichberechtigt anerkannt wurden.
Seit dieser Zeit bestand der Reichstag aus drei getrennt beratenden Kollegien: 1) Kurfürstenkollegium (siehe Kurfürsten) unter Vorsitz des Erzbischofs von Mainz als Reichskanzlers, 2) Reichsfürstenrat aus allen übrigen Fürsten, Grafen und freien Herren, welche über einen Sitz im Reichstag verfügten, unter dem abwechselnden Vorsitz von Salzburg und Österreich, 3) das Städtekollegium. Ein gültiger Beschluss erforderte den gleichlautenden Beschluss aller Kollegien und die Zustimmung des Kaisers.
Seit 1663 tagte der Reichstag als als ständiger Gesandtenkongress in Regensburg.


zurück zu Franken

 

Stammesrecht

 


zurück zu Franken

 

Stratorendienst

 


zurück zu Staufern

 

 


 

home